Spannend, mitreißend, „Bösland“

„Komm mit mir ins Bösland!“ – Ist es die Zeit wert, dieser Aufforderung von Bernhard Aichner zu folgen, oder sollte man sich lieber auf einen anderen Roman stürzen?

Ben hat mit vierzehn seine Mitschülerin Matilda brutal mit einem Golfschläger erschlagen. Dreißig Jahre später hat er sich daran gewöhnt, mit dieser schrecklichen Tat zu leben, doch dann kommt alles wieder hoch. Als er seinem alten Freund Kux einen Besuch abstattet, fällt er tiefer als er jemals gedacht hätte…

Der österreichische Autor hat mit Bens Geschichte ein Buch erschaffen, das viele Österreicher, aber auch internationale Kritiker begeistert. „Ein Psychotriller vom Feinsten!“, sind die meisten der Meinung. Allerdings kann ich dem nicht zu hundert Prozent zustimmen. Meiner Meinung nach ist das Werk ein ziemlicher null-acht-fünfzehn Thriller, den man so in tausendfacher Ausgabe von tausend anderen Autoren findet. Auch die Sprache passt sich sehr an das Thriller-Klischee an. Einzig und allein die Abwechslung von Prosaform und Dialogform sind originell. Bernhard Aichner hat die natürliche Sprache gut getroffen, was, zugegebener Maßen, sehr schwierig ist. Allerdings vermisse ich hierbei das Wissen um Gefühle, Gedanken und Emotionen, dadurch bekommt das Ganze einen kühlen und distanziertet Schreibstil. Ein weiterer Punkt, den ich spannend finde, ist, dass Ben nicht die die typische Opferrolle einnimmt und er teilweise nicht leicht einzuschätzen ist. Bloß, dass heute viele andere Autoren genau dasselbe Stilmittel benutzen.

Zugutehalten muss ich dem Buch aber, dass es sich sehr schnell liest, was einerseits von den kurzen Kapiteln herrührt, andererseits aber auch von der einfachen Sprache und den größtenteils kurzen Sätzen. Ergänzend dazu greift der Autor dem Geschehen immer durch kurze Andeutungen voraus, was ein einfaches, jedoch sehr effektives Stilmittel ist.

Mein endgültiges Fazit lautet also, dass es ein spannendes und mitreißendes Buch ist, es aber dennoch viele ähnlich Werke gibt. „Bösland“ fehlt schlicht und ergreifend die Originalität. Aber wenn man gerne kurzweilige Bücher liest, ist dieses auf jeden Fall eine gute Wahl.

Rezension einer 15-jährigen Schülerin
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